Belichtungszeit

Sehr geehrte Damen und Herren.

In diesem Artikel möchte ich Ihnen zeigen, welchen Einfluss die Belichtungszeit auf die Bildgestaltung hat. ( Zu diesem Thema habe ich auch ein Video hergestellt, dass Sie unter diesem Link finden :Belichtung)
Ich habe absichtlich eine Gegenlicht-Situation gewählt, weil hier der Kontrastumfang, also der Unterschied zwischen den hellen und dunklen Partien, sehr groß ist. Der Kontrastumfang, den ein photographisches Aufnahmemedium bewältigen kann, ist immer begrenzt, egal ob analog oder digital. Hier sieht man die Grenzen der Photographie.
Auf den folgenden Bilder können Sie erkennen, dass mit kürzer werdender Belichtungszeit der Sonnenuntergang immer deutlicher hervortritt, während die Landschaft im Vordergrund im gleichen Maße in Dunkelheit versinkt. Um beiden Bildteilen ( Landschaft und Himmel ) gerecht zu werden, muss man einen Kompromiss eingehen und der liegt bei einer Belichtungszeit von 1/500sec oder 1/1000sec.
Das alles ist aber auch eine Frage des persönlichen Geschmacks und welcher Bildteil einem wichtiger ist. Besser wäre es, den Sonnenuntergang alleine aufzunehmen und die Landschaft um die Mittagszeit separat zu photographieren.
Aber diese Entscheidung liegt aber ganz bei Ihnen.

Die Belichtungsreihe habe ich mit folgenden Parametern aufgenommen:

Nikon D70s
Brennweite : 60mm
Blende : 5,6
Focus : unendlich
Sensor-Empfindlichkeit : ISO 200
Stativ

Nur die Belichtungszeit wurde von mir manipuliert !

1/125 sec

Die Landschaft im Vordergrund ist noch gut erkennbar, während der Sonnenuntergang völlig verblast. Der Himmel ist "überbelichtet".

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1/250 sec

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1/500 sec

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1/1000 sec

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1/2000 sec

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1/3200 sec

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1/6400 sec

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1/8000 sec

Der Sonnenuntergang ist hier sehr kraftvoll, um nicht zu sagen dramatisch, während die Landschaft im Vordergrund fast nur als Schattenriss erkennbar ist. Die Landschaft ist "unterbelichtet".
Diesen Effekt kann man sich ganz bewußt zunutze machen. Siehe hierzu meine GalerieSchattenriss.

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Mit freundlichen Grüßen
Stephan Potratz